Illustration Klimawandelanpassung

Die Unterzeichner des Konvents der Bürgermeister für Klima und Energie verpflichten sich, ein integriertes Konzept zur Umsetzung von Klimaschutz und Klimawandelanpassung einzuführen und den Bürgern den Zugang zu nachhaltiger, sicherer und erschwinglicher Energie zu ermöglichen.

Die Einführung eines integrierten Ansatzes für Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel sorgt für eine Kohärenz der Maßnahmen, schafft Synergien und gegenseitigen Nutzen, steigert die Kosteneffizienz und hilft Fehlanpassungen zu vermeiden. Für weitere Informationen darüber, wie ein wirklich integrierter Ansatz aussieht und wie die Beziehungen zwischen Klimaschutz und Klimawandelanpassung zu klären sind, lesen Sie diesen kurzen Artikel und diese Erklärung auf der Online-Plattform Climate-ADAPT.

Mayors Adapt jetzt voll in den Konvent der Bürgermeister integriert

Mayors Adapt – eine Initiative des Konvents der Bürgermeister für die Anpassung an den Klimawandel – wurde von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen, um Städte in die Lage zu versetzen, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu ergreifen. Sie startete im Jahr 2014 als eine parallele Initiative zum Konvent der Bürgermeister, der sich auf Emissionsreduktionen konzentriert. Im Jahr 2015 fusionierte die Europäische Kommission die beiden Initiativen, um ein integriertes Konzept für Klima- und Energiemaßnahmen zu fördern. Ab 2017 wird Anpassung an die Folgen des Klimawandels und damit die Mayors Adapt Initiative vollständig in den Konvent der Bürgermeister für Klima und Energie integriert.

Was bedeutet Anpassung für Städte?

Parallel zur Senkung von Treibhausgasemissionen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, sollten Städte auch ihre Widerstandsfähigkeit gegen die unvermeidlichen Auswirkungen des Klimawandels stärken.

Die Auswirkungen des Klimawandels werden alle Städte in ganz Europa betreffen, jedoch mit regionalen und lokalen Unterschieden. Die europäischen Städte sind besonders anfällig für extreme Wetterereignisse, zum Beispiel schwere Überschwemmungen, Hitzewellen oder außergewöhnlich starke Stürme. Viele Städte haben bereits andere Konsequenzen des Klimawandels erlebt, nämlich Auswirkungen auf die Gesundheit der Einwohner, Schäden an Wohnungen, Störungen bei der Strom- und Wasserversorgung, Verkehrsunterbrechungen und erhöhter Energieverbrauch für Heizung oder Kühlung, was den Klimawandel verschärft und die Energiekosten erhöht. Nach dem EEA-Bericht „Städtische Anpassung an den Klimawandel in Europa 2016“ haben die Überschwemmungen in Dresden im Jahr 2002 Schäden an den Gemeinschaftseinrichtungen in Höhe von 80 Mio. Euro verursacht. Infolge der Überschwemmungen von 2014 in Genua beliefen sich die Schäden an Gebäuden auf 100 Millionen Euro. Städte als wichtige Zentren der Bevölkerung und Infrastruktur spielen daher eine zentrale Rolle beim Ausbau der Widerstandsfähigkeit der EU durch Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Anpassung schafft neue Möglichkeiten

Die Anpassung an den Klimawandel ist notwendig, um die Widerstandsfähigkeit unserer sozialen und wirtschaftlichen Systeme gegenüber den negativen Auswirkungen des Klimawandels zu stärken. Klimawandelanpassung ist eine Möglichkeit, Ihre Stadt für ihre Bürger und Besucher sicherer, gesünder, grüner und lebenswerter zu machen. Ein integrierter Ansatz für Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel schafft zahlreiche Chancen. Wirksame Anpassungsmaßnahmen verringern häufig auch die CO2-Emissionen, während sie in erster Linie die Gesamtschadenskosten limitieren, natürliche und menschliche Vermögenswerte erhalten und Wirtschaftswachstum fördern.

Definition von Klimawandelanpassung nach dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC): Regulierung in natürlichen oder menschlichen Systemen als Reaktion auf tatsächliche oder erwartete klimatische Reize oder deren Auswirkungen, die Schäden abschwächt oder Chancen erweitert. [translated by the CoMO]

Die EU-Anpassungsstrategie legt den Rahmen für die Stärkung der Widerstandsfähigkeit Europas gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels fest.

Die Einbeziehung von Klimawandelanpassung in Klimaschutzpolitik und Planung kann den Bürgermeistern und politischen Führern der EU neue Möglichkeiten bieten, Städte lebenswerter zu gestalten. Das Gehen neuer Wege im Bereich Stadtentwicklung stimuliert Investitionen und innovative Konzepte in den Bereichen Wohnraum oder öffentliche Grünflächen. Die Stärkung von Stakeholder-Beteiligung legt die Grundlage für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Bürgern und der öffentlichen Verwaltung, die auch weiteren Politikbereichen zugutekommen kann. Durch Investitionen in die Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel werden Städte attraktiver, gesünder und sicherer.

Welche Informationen speziell zu Klimawandelanpassung bietet der Konvent der Bürgermeister?

  • Der Monitoring- und Berichterstattungsrahmen des Konvents der Bürgermeister umfasst jetzt einen Abschnitt zu Anpassung an den Klimawandel:
    • Die Vorlage für nachhaltige Energie- und Klimaschutz-Aktionspläne (SECAP) enthält eine Anzeigetafel zum Thema Anpassung, auf der die Städte eine Selbstbewertung ihres Anpassungsstatus durchführen können, eine Vorlage zur Verwirklichung einer Risiko- und Schwachstellenanalyse sowie eine Vorlage zur Erstellung eines integrierten Aktionsplans, der die Auswirkungen des Klimawandels in allen Sektoren berücksichtigt.
  • Fallstudien und Best Practice-Beispiele:
    • Der Konvent der Bürgermeister sammelt Fallstudienbeispiele, um Städte zu inspirieren und gegenseitiges voneinander Lernen zu erleichtern.
    • Das Büro des Konvents der Bürgermeister organisiert eine Reihe von anpassungsbezogenen Städtepartnerschaften. Die Berichte dieser Besuche geben Einblicke in das Lernen und den Austausch und sind hier verfügbar.
  • Förderung für integrierte Klimaprojekte in Städten:
    • Die Seite ‚Finanzierungsinstrumente‘ gibt einen Überblick über die Informationen zur Finanzierung auf der CoM-Website.
    • Der kurze Leitfaden zu Finanzierungsmöglichkeiten, der ebenfalls auf der oben genannten Seite mit den Finanzierungsinstrumenten verlinkt ist, gibt einen Überblick über die Fördermöglichkeiten für Städte.
  • Ein E-Learning-Modul zur Anpassung für Städte steht exklusiv den Unterzeichnern des Konvents der Bürgermeister zur Verfügung. Das Modul enthält praktische Informationen, Fallstudien und Links zu weiteren nützlichen Ressourcen.

Darüber hinaus sammeln die Europäische Kommission und die Europäische Umweltagentur technisches Wissen speziell zur Anpassung an den Klimawandel auf der EU-Anpassungs-Informationsplattform Climate-ADAPT, die eine Vielzahl von Informationen und Tools für Praktiker in den Städten bietet, wie eine Datenbank mit über 2000 Informationsmaterialien, Factsheets zu Anpassungsprofilen von Städten und das Unterstützungsinstrument für städtische Anpassung, das als Schritt-für-Schritt-Anleitung für Städte dient und speziell für den integrierten Konvent der Bürgermeister entwickelt wurde. Das Tool führt die Nutzer durch den integrierten Anpassungsprozess.

Förderung für Klimawandelanpassung

Um den Anpassungsbedarf der EU zu decken, hat die EU etwa 25% ihres Budgets für den Zeitraum 2014-2020 zur Förderung der Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen durch die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) bereitgestellt. Ein beträchtlicher Teil dieser Investitionen wird in städtischen Gebieten stattfinden.

Zu den fünf ESIF gehören der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Europäische Sozialfonds (ESF), der Kohäsionsfonds (CF), der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und der Europäische Fischerei- und Maritime Fonds (EMFF). Drei der Fonds (EFRE, ESF und CF) sind die wichtigsten Finanzierungsquellen für Klimawandelanpassung in Städtenmit einem Budget von 8 Mrd. EUR, das sich der Risikoprävention und Managementaktivitäten widmet. Klicken Sie hier, um die Verteilung der verfügbaren Finanzierungsmittel und geplanten Aktivitäten einzusehen und hier, um mehr über die Arten von Anpassungsmaßnahmen zu erfahren, die sie unterstützen.

Zusätzlich zu diesen Mitteln erleichtern die europäischen Förderprogramme (z. B. LIFE, URBACT III, Horizon 2020), die Projektentwicklungshilfe (z. B. ELENA EIB, JASPERS) und andere Finanzinstrumente und -systeme die Durchführung von städtischen Anpassungsmaßnahmen. Einen vollständigen Überblick über die Finanzierungsmöglichkeiten erhalten Sie in der kurzen Leitfaden zu Finanzierungsmöglichkeiten für lokale Klima- & Energiemaßnahmen (2014-2020) des Konvents.

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